Reutlinger Generalanzeiger - 08.11.2008
Pfullingen, Eningen, Lichtenstein
Uraufführung - Die Persiflage »Die Sch.. und das Bieschd« bei den Biberacher Filmfestspielen gezeigt
Gedreht auf dem Lichtenstein

VON VERONIKA RENKENBERGER

LICHTENSTEIN. Am frühen Samstagmorgen, als die Welt noch in friedlicher Feiertagsruhe schlummerte, startete im Landkreis Reutlingen eine Art Sternfahrt. In sechs Autos pilgerten 24 Menschen über die Alb nach Süden: das Team und die Freunde der Reutlinger Filmproduktion »Die Sch... und das Bieschd«. In Biberach, bei den 30. Filmfestspielen, wurde zur Mittagszeit ihr Film uraufgeführt. »Wir wollen den großen Moment alle gemeinsam genießen«, kommentierte Matthias Stadelmann (Walddorfhäslach), Initiator, Regisseur und Hauptdarsteller des Projekts, die Gruppenreise.
Die Uraufführung lief unter Bedingungen, die für das Team traumhaft waren: Der Film wurde außerhalb der Wettbewerbe in einer Sonderreihe des Festivals gezeigt. Trotzdem im Kino Saturn, einem der großen Säle des Biberacher Sternenpalasts, auf einer zwölf mal fünf Meter großen Leinwand vor insgesamt 249 roten Polstersitzen.

Von diesen roten Polstern war leider noch eine ganze Menge zu sehen, als der Film mit wenigen Minuten Verspätung vom Intendanten Adrian Kutter anmoderiert wurde - den größten Teil des Publikums stellte dann doch das Team mit seinen Freunden. Sie alle waren anderthalb Stunden später trotzdem zufrieden und auch sichtbar stolz. Die meisten hatten ihren Film bislang nur auf Computer-Bildschirmen, mal per Beamer an eine Wand geworfen sowie in einer Rohfassung im deutlich kleineren Metzinger Kino angeschaut.

»Auf der großen Leinwand wirkt es ganz anders«

In Biberach konnte der Film auf rund 60 Quadratmetern seine Wirkung entfalten. Die aberwitzige Story ist ein wilder Mix aus Märchen-Parodie, Filmzitaten und schwer hormongesteuerten Liebesdingen zwischen Männlein und Weiblein sowie zwischen Männlein und Männlein.

Ein schriller Plot mit Musical-Elementen, einer Prise Gerichtsshow und einer durchaus eigenwilligen Trash-Bildersprache. Bäll ist die Tochter eines trunksüchtigen Sägemühlen-Besitzers und landet während einer Lebenskrise im Schloss des verzauberten Bieschds. Verzaubert sind dort auch die Elektrogeräte, und selbst der GEA spielt eine Nebenrolle. Bälls bisheriger Liebhaber Guschdon und sein Knappe geistern ebenfalls durch Wald und Feld, und so nimmt der Ringelpietz mit Anfassen seinen überraschenden Verlauf.

Die bei den Biberacher Filmfestspielen übliche Diskussion im Anschluss an den Film fiel kurz aus. Umso freudiger dagegen die Bilanz der 24 Film-Begleiter: »Geil«, befand Sebastian Speidel, einer der Darsteller. Der 24-Jährige formulierte noch ein wenig aus: »Es ist einfach faszinierend, nach so viel Arbeit und Zeit das Produkt auf sich wirken zu lassen.«

Auch der 39 Jahre alte Wolf Dieter Heinritz, der zum Team der Produktionsfirma Wuschelfilms gehört, war schwer angetan. »Auf der großen Leinwand wirkt es ganz anders. Und während man die zusammengeschnittenen Szenen sieht, lässt man im Kopf noch mal Revue passieren, was man beim Dreh erlebt hat: wie viel Aufwand es war, wie lang es dauerte, wie man gefroren hat - und worüber gelacht.«

Die stark vergrößerte Aufführung brachte aber auch so manches ans Tageslicht. Der 20-jährige Thomas Borowiak, der neben Regie- und Schnitt-Assistenz auch diverse Nebenrollen übernommen hatte, war selbstkritisch: »Da fällt einem auch auf, was man bislang nicht gesehen hat. So ein Schatten vom Mikro oder vom Stativ. Oder dass die Bildqualität in der Größe manchmal etwas pixelig war.«

»Da könnte man wirklich einen Werbefilm draus machen«

Besonders gefreut hat es ihn, dass das Publikum an jenen Stellen gelacht hat, an denen gelacht werden sollte. »Das zeigt, dass der Humor funktioniert hat. Dass man dort, wo man ankommen wollte, auch gelandet ist.«

Hin und weg war auch Manfred Wälder, der Verwalter von Schloss Lichtenstein. Denn das Schloss hat im Film eine Hauptrolle und sieht in vielen Szenen zum Anbeißen aus. »Da könnte man wirklich einen Werbefilm draus machen.«

An die Dreharbeiten erinnert er sich gern. Das junge Team durfte fast alles, »nur nicht die Bude abfackeln«. Deswegen sei er in Szenen mit Kerzen immer dabei geblieben, »denn die Schauspieler und die Kameraleute waren immer so konzentriert, die hätten vielleicht gar nicht gemerkt, wenn mal eine Kerze umfällt«.

Sorgen machten ihm auch die Dreharbeiten im Verlies: »Steile Treppen, wenig Beleuchtung - wenn da jemand gefallen wär, hätten wir noch um Mitternacht den Krankenwagen rufen müssen.« Mitternacht sei es ja oft geworden, auch wenn das Team meist ankündigte, nur für zwei, drei Stunden zu kommen. »Und als die Poster mit den nackten Männern drauf im Rittersaal hingen, hab ich schon kurz geschluckt«, sagte er. Doch die waren zum Glück nur ganz vorsichtig festgeklebt.

Regioactive.de - 05.05.2008
Das Reutlinger Filmteam "WuschelFilms" sucht eine Nachwuchsband, die für den Abspann der Parodie "Die Sch... und das Bieschd" einen Song schreibt und zur Verfügung stellen möchte.

Der Disneyklassiker "Die Schöne und das Biest" wird wieder verfilmt, diesmal in einer etwas anderen Art und Weise: Die verruchte Frau Bäll ist auf der Suche nach Abwechslung und gerät dabei mit ihrem etwas alkoholisierten Vater in die Hände des homosexuellen Bieschds. Dieses hält beide gefangen, bis Bäll und das Bieschd Freunde werden. Doch wäre da nicht noch Guschdoh, der das Bieschd aus dem Weg schaffen will um Bälls Vorzüge zu seinen Gunsten zu nutzen! Bands können sich bis Ende Mai für das Projekt bewerben, indem sie WuschelFilms eine Demo-CD ihrer bisherigen Werke schicken. Nach einer Vorauswahl wird den überzeugendsten Kandidaten der Film präsentiert, damit sie die Möglichkeit haben, einen individuellen Text und eine Melodie dazu zu schreiben. Gesucht wird nach Künstlern aus den Bereichen R&B, Rock und HipHop. Das Werk des Gewinners wird dann im Abspann des Films zu hören sein. Weitere Infos unter www.wuschelfilms.de.

Reutlinger Generalanzeiger - 28.04.2008
Gesucht – Titellied für „Die Sch… und das Bieschd“

Chance für Nachwuchs

Reutlingen/Walddorfhäslach. Wer schreibt die Musik für die schräge lokale Kinoproduktion „Die Sch… und das Bieschd“? Unter dem Titel „Du machst Musik? Wir machen Kino daraus!“ suchen die Filmemacher von WuschelFilms lokale Nachwuchsbands. Nach einer Vorauswahl wird den überzeugendsten Kandidaten der Film präsentiert, damit sie die Möglichkeit haben, einen individuellen Text und eine Melodie dazu zu schreiben.

Demo-CD abgeben
Gesucht wird nach Künstlern aus den Bereichen R&B, Rock und Hip-Hop. Das Werk des Gewinners wird dann im Abspann des Films zu hören sein. Um mitmachen zu können, sollten die die Kandidaten bis 31. Mai 2008 eine Demo-CD ihrer bisherigen Werke an WuschelFilms, z.Hd. Matthias Stadelmaier, Dettenhauser Straße 12 in 72141 Walddorfhäslach geschickt haben.

SPECS Cityguide - Ausgabe April 2008
FILMMUSIK
Dass sich in Sachen Dreharbeiten in unserer Region seit rund einem Jahr einiges tut, habt Ihr sicherlich in den vergangenen 12 Ausgaben des specs cityguide immer wieder gelesen. Nun befindet sich das Team um Matthias Stadelmaier in den finalen Zügen – und hier kommt Ihr ins Spiel.
Wie jeder weiß, enden fast alle Filme mit einem Abspann in welchem die an der Umsetzung beteiligten Personen aufgeführt werden. Selbstverständlich gehört zu einem guten Abspann nicht zuletzt auch eine passende Filmmusik, welche sozusagen das „Outro“ des Films akustisch in Schale wirft. Und dementsprechend haben sich die Macher von „Wuschelfilms“ im Rahmen ihren Großprojektes „Die Sch… und das Bieschd“ entschlossen, in diesem Punkt den Bands oder Musikern der Region die Möglichkeit zu eröffnen, an ihrem Projekt teil zu haben. Wenn Ihr also selbst Musik macht und schon immer gerne zum Soundtrack eines Films beigetragen hättet, dann ist hier Eure Chance. Denn ab Mitte April könnt Ihr Euch auf der Wuschelfilms-Homepage (www.wuschelfilms.de) mit Eurer Musik bewerben. Dabei kommt es zunächst lediglich darauf an, dass das Wuschelfilms-Team einen Eindruck von dem bekommt, was Ihr sonst so musikalisch abliefert. Gecastet wird bis ca. Ende Mai, woran sich dann Auswahlrunde anschließt. Weitergehende Infos findet Ihr selbstverständlich ab Mitte April auch auf der Wuschelfilms-Homepage. Also - Gitarre, Querflöte, Akkordeon oder was auch immer in die Hand und musiziert – die Möglichkeit zur Teilnahme an einem Filmsoundtrack bekommt man schließlich nicht alle Tage! (fs)

Reutlinger Nachrichten - 25.04.2008
Titellied fürs Bieschd – WuschelFilms suchen Musiker für ihre Märchenparodie

Ein Tango, getanzt vorm geistigen Auge eines jungen Mannes: Daraus wurde eine Filmproduktion mit 200 Beteiligten. Fehlt nur noch der Titelsong. Bis 31. Mai können Musiker und Bands Demos einreichen.

Region. „Du machst Musik? Wir machen Kino daraus!“, heißt die Aktion, die der Märchenparodie „Die Sch.. und das Bieschd“ zu einem einprägsamen Titellied – und dem einen oder anderen Musiker oder auch einer Band zum Durchbruch verhelfen soll. „Wir haben uns gedacht, dass es viele Nachwuchsmusiker gibt, die keinerlei Möglichkeiten haben, sich und ihre Musik zu präsentieren“, erläutert WuschelFilms-Projektleiter Matthias Stadelmaier. Und weil der 24-jährige Walddorfhäslacher und sein mittlerweile achtköpfiges Team auch schon die Schauspieler fürs wohl unkonventionellste Filmprojekt der letzten Jahre über ein Casting gefunden haben, lag der Gedanke nahe, mit dem Komponisten für den alles entscheidenden Song ähnlich zu verfahren.

Jetzt freuen sich die Macher der Märchenparodie auf viele Demos aus ganz Deutschland, vor allem aus der Region. Teilnahmebedingungen gibt es nur wenige, vorausgesetzt werden lediglich die Genres R&B, Rock oder HipHop. „Wichtig ist uns, dass das Abschlusslied einer Märchenparodie auch lustig ist“, unterstreicht Stadelmaier – aber das ist erst mal noch Zukunftsmusik. Die Songs auf den Demos müssen nicht witzig sein, sondern Talent und Können im jeweiligen Genre unter Beweis stellen. Auch Alter und Aussehen der Musiker ist den Wuchelfilmern egal, genau wie die Personenstärke der Band. Bis 31. Mai nimmt das Team die Demos entgegen, anschließend kürt eine Jury die fünf bis zehn hoffnungsvollsten Musiker. „Diese Finalisten laden wir ein, um sich unseren Film anzuschauen“, erläutert der Projektleiter jetzt die weitere Vorgehensweise.

Einen Monat haben die Musiker dann Zeit, um eine Melodie und einen Text zu schreiben, der haargenau auf die „Sch… und das Bieschd“ zugeschnitten ist. Erst dann geht’s ans Eingemachte. Anfang Juni trennt sich bei der Finalrunde im Reutlinger „M-Park“ die Spreu vom Weizen, nach der Präsentation aller Songs wird der Gewinner gekürt. „Wir wollen aber nicht, dass nur einer ein Stück vom Kuchen abbekommt“, bekräftigt Stadelmaier – alle anderen werden auf der WuschelFilms-Homepage präsentiert. Jener Tango, mit dem alles begann, ist übrigens längst im Kasten, der Termin für die Premiere im Metzinger Kino Luna ebenfalls.

Info: Demos können bis zum 31. Mai an Wuschelfilms, z. Hd. Matthias Stadelmaier, Dettenhauser Straße 12 in 72141 Walddorfhäslach gesandt werden. Weitere Infos und Teilnahmebedingungen unter www.wuschelfilms.de

Schwäbische Zeitung - 24.04.2008
„Wuschelfilms“ bringt Parodie ins Kino
Porträt
Filme werden nicht nur in Hollywood und Babelsberg gemacht – auch in der Provinz wird gedreht. Kool! hat Matthias Stadelmaier getroffen und mit ihm über die Dreharbeiten zum Streifen „Die Sch…und das Bieschd“ gesprochen

VON PATRICK CENTNER
Bizarr und geheimnisvoll thront das Schloss Lichtenstein auf der Spitze eines Bergrückens. Die exponierte Lage am nördlichstenRand der Schwäbischen Alb erlaubt es dem Vorbeifahrenden, über längere Zeit das mittelalterlich wirkende Bauwerk hoch oberhalb der Straße zu betrachten. Und wenn tief hängende Wolken nur knapp über dem Turm hinwegziehen, dann erscheint die ganze Szenerie wie die perfekte Kulisse für einen Horrorfilm. Hier könnte eine Stephen-King-Verfilmung gedreht werden, mit seltsamen Kreaturen, die in den riesigen Waldflächen rings um das Schloss ihr Unwesen treiben. Statt Gemetzel hat der Reutlinger Hobby-Filmproduzent Matthias Stadelmaier hier eine Komödie inszeniert. Wie er, ohne großes Budget, an eine Drehgenehmigung für diesen ungewöhnlichen Ort gekommen ist, darüber spricht der 23-jährige Werbefachmann merklich ungern.

Einfach loslegen. Wenn er eine Idee hat, zögert Matthias, der Gründer des achtköpfigen Reutlinger Filmkollektivs „Wuschelfilms“ nicht lange. „Man muss Mut haben loszulegen“, sagt er und berichtet davon, wie er innerhalb vonvier Jahren, seit Gründung der Produktionsfirma, 70 Partnerunternehmen dafür gewinnen konnte, den schwäbischen Amateurfilmern mit Equipment und Erfahrung zur Seite zu stehen. Seit das Projekt 2004 mit einem Kurzfilm zum Geburtstag seines Vaters begann, hat er „die gesamte Freizeit“ investiert, um den Traum vom eigenen Film wahr zu machen. Nach mehreren kleineren Produktionen stand dann mit „Die Sch…und das Bieschd“ ein erster professionell gedrehter Film an – sogar in HD-Qualität, wie Matthias stolz anfügt.

Dreharbeiten dauern ein Jahr. Mehr als ein Jahr hat es gedauert, alle Szenen zu drehen, eine große organisatorische und logistische Herausforderung. Schließlich galt es, Drehtermine mit 50 Laienschauspielern abzustimmen, Kostüme zu besorgen und Requisiten zu erstellen. Alles nahmen die acht Gründungsmitglieder selbst in die Hand. Auch die Finanzierung – denn obwohl alle Schauspieler unentgeltlich auftreten, musste Matthias doch „privat viel investieren“. Einspielen wird der Film wohl keine großen Summen, doch „das Schönste“ und der eigentliche Gewinn sind für den 23-Jährigen „die vielen Bereiche“, in die er während des Produktionsprozesses Einblick erhielt. Unglaublich viel gelernt habe er dadurch. Etwa im Umgang mit den Schauspielern. Matthias gestaltet das Drehbuch stets offen und ist „froh, wenn die Schauspieler mit eigenen Ideen“ kommen. So entstünden „viel lebendigere“ Szenen, wenn sich die Darsteller selbst kreativ einbringen könnten, als wenn einem strikt vorgegebenen Text und Bewegungsablauf gefolgt werden müsse. Und so klingt die Handlung der Komödie die „Sch…und das Bieschd“, die als Parodie auf den Disney-Film „Die Schöne und das Biest“ gedacht ist, so lebendig wie skurril: „Bäll“, eine verruchte junge Frau aus kleinbürgerlichen Verhältnissen, will, diesen überdrüssig in die große Stadt ziehen. Auf dem Weg dorthin kommt sie am Schloss des „Bieschds“ vorbei. Das ist zwar noch weniger furchteinflößend als an Frauen interessiert und dennoch hat es mit „Guschdon" einen erbitterten Widersacher. Ob es ihm wohl gelingen mag die platonischeFreundschaft zwischen „Bäll“ und dem „Bieschd“ zu stören? Auf die Antwort müssen sich Filmfans noch bis Herbst gedulden. Dann ist im Metzinger Kino „Luna“ Premiere. Matthias hofft, dass sich noch mehr Kinos für den Film interessieren und ihn zeigen. Auf die Frage, ob ihm ein Vertrieb die Arbeit abnimmt, schaut er etwas irritiert und antwortet dann, was man ohnehin schon vermutet hatte: „Nö, ich schreib die Kinos alle selbst an.“

Titeltrack gesucht: „Wuschelfilms“ sucht für die „Die Sch…und das Bieschd“noch einen Song. Interessierte Bands (Rock, R&B oder HipHop) erfahren die Details unter www.wuschelfilms.de

Film- und TV Kameramann - Ausgabe Februar 2008
Märchen(hafte)-Produktion in HD

Alles begann in einem kleinen Dorf im Schwabenland in dem sich vier junge Menschen vor knapp zwei Jahren entschlossen Ihren großen Traum vom eigenen Kinofilm wahr werden zu lassen.

Angeregt durch die einmalige Aufführung des Independent Psycho-Thrillers "K(ill)" in einem Kino im Kreis Reutlingen begannen sie umgehend mit den notwendigen Planungen, um Ihrer Idee Gestalt zu verleihen. Sponsoren und Gelder mussten beschafft, Schauspieler und Musikgruppen gecastet und Drehorte und Equipment organisiert werden. "Das Wichtigste für uns war von Anfang an, dieses Projekt mit der nötigen Professionalität durchzuführen", so Matthias Stadelmaier, Gründer und Projektleiter dieser jungen Filmgruppe namens "WuschelFilms". Deren Name geht tatsächlich zurück auf Stadelmaiers Zwergkaninchen "Wuschel", welches sich auch im Firmenlogo wiederfindet. Inzwischen unterstützen über 70 Unternehmen aus ganz Deutschland die Realisierung des Projekts. "Wir sind sehr stolz darauf, solche Partner an unserer Seite zu haben. Durch sie haben wir den Mut, eine derartige Produktion anzugehen ", so Stadelmaier.

Gerade auch bezüglich der eigentlichen Produktion wird bei WuschelFilms großen Wert auf Professionalität gelegt. Gedreht wird in HD, mit einer GY HD110 von JVC Professional. Das progressive Bild eignet sich bei einer Produktion wie "Die Sch... und das Bieschd" einfach viel besser für die Nachbearbeitung.

Die Märchen-Produktion "Die Sch... und das Bieschd" ist eine Parodie auf das allseits bekannte Märchen und wird auf Schloss Lichtenstein und anderen Schauplätzen der Stadt Reutlingen bei Stuttgart aufgenommen. Zur Story: Bäll ist eine verruchte junge Frau die eine Abwechslung zu Ihrem eintönigen Alltag suchte. Dabei gerät Sie gemeinsam mit Ihrem alkoholabhängigen Vater in die Hände des homosexuellen Biests ("das Bieschd"), das die beiden nun auf seinem Schloss gefangen hält. Mit der Zeit werden das Bieschd und Bäll Freunde und genießen das Sein, wäre da nicht noch Guschdon, der das Bieschd aus dem Weg schaffen will um Bäll für sich zu haben. Doch schließlich kommt alles anders...! Anklang findet die Produktion anscheinend auch bei den Menschen der Region. "Mittlerweile können wir auf fast 50 Laienschauspieler zurückgreifen, die sich unserer Produktion angeschlossen haben", so Stadelmaier. Einige davon wurden bei einem Casting unter dem Motto "Reutlingen sucht den WuschelStar" im Sommer 2006 entdeckt und mit Hauptrollen verpflichtet. "Wir sind der Meinung, dass man diese Talente fördern und Ihnen die Möglichkeit geben muss, sich zu entwickeln", betont Stadelmaier.

Die Produktion ist nun in der finalen Phase und wird aller Voraussicht nach Anfang 2008 in die Kinos kommen. Das Publikum dürfte bereits gespannt sein, denn die Erwartungshaltung ist inzwischen schon entsprechend hoch. Doch bereits heute strahlt das gesamte Team vor Zuversicht. Kaum einer hätte sich noch vor ein paar Monaten ausgemalt, welche Dimensionen das Projekt inzwischen erreicht hat.

wuschelfilms.de


Schwäbisches Tagblatt - 03.01.2008
Wie aus verrückten Ideen Kino-Taten werden
Das Reutlinger Wuschel-Films-Team erfüllt sich den Traum von der eigenen Kinoproduktion.

Ein junges Amateurfilmteam produziert in Reutlingen einen Kinofilm. Hinter der Marke Wuschel-Films steckt ein junger Cineast, dessen Spezialität es ist, aus scheinbar verrückten Ideen Taten werden zu lassen. Angepeilt war das Frühjahr, es kann aber auch Sommer werden, bis die Spielfilmkomödie "Die Sch... und das Bieschd" erstmals über eine richtige Kinoleinwand flimmert. Matthias Stadelmaier, 23-jähriger Vordenker, Kopf und Regisseur des Reutlinger Amateur-Filmunternehmens Wuschel-Films, will sich da nicht festlegen. Vor zwei Jahren wurde das Projekt im kleinen Freundeskreis mit dem Ziel aus der Taufe gehoben, ausschließlich mit Laienschauspielern aus der Region, einen echten Kinofilm zu produzieren. Das Ziel scheint fast erreicht. Rund 50 Darsteller/innen waren an dem Dreh beteiligt, die Postproduktion ist bereits im Gange, und die Premiere soll im Metzinger Luna-Kino sein.

Wuschelstar gesucht

Als Hobbyfilmer hatte Stadelmaier schon zuvor Lorbeeren gesammelt. Mal waren es kleine gelungene Geburtstagsvideos, dann sein Spielfilm "Kill", der 2005 erstmals öffentlich gezeigt wurde. Das Drehbuch zum neuen Film entstand alleine in Stadelmaiers Kopf, wobei Ideen der Schauspieler jederzeit willkommen waren.

"Ich spiele jede Rolle mit jedem durch", sagt der junge Filmemacher, "so entsteht ein sehr individuell gestricktes Drehbuch." Wobei das eigentliche Drehen, der kleinere Teil der Arbeit bei einem richtigen Spielfilm ist. Stadelmaier zählt auf, worum es sich alles zu kümmern gilt: "Die Drehorte, die Schauspieler, die Computer, das Geld, die Musik." Die meiste Arbeit bleibt dabei an ihm hängen. Um an geeignete Schauspieler zu kommen, hat sich Wuschel-Films einen promotionträchtigen Coup ausgedacht: "Reutlingen sucht den Wuschelstar", hieß die Casting-Veranstaltung im Planie-Kinocenter im Juni 2006. Rund zwanzig Leute bewarben sich dort um die drei ausgeschriebenen Stellen.

"Gute Leute darf man einfach nicht wegschicken", sagte sich Stadelmaier damals und machte aus den drei geplanten Rollen kurzerhand acht. Mit dem Trailer zum Film landete Wuschel-Films schon vor der eigentlichen Veröffentlichung einen Achtungserfolg bei einem Nachwuchscontest der Filmzeitschrift Cinema und wurde dort auch vorgestellt. Zur Unterstützung des Projekts konnte Stadelmaier rund 70 Sponsoren gewinnen, die ihm vor allem Sachwerte spendeten.

Jetzt kommt Reutlingen

Wie er das geschafft hat? "Ich habe dort einfach angerufen und gefragt", sagt der Filmemacher. "Wenn man mit Leib und Seele dahintersteht, funktioniert das." Auf die gleiche Art bekam er auch die Erlaubnis, einen Teil der Handlung im Schloss Lichtenstein zu drehen. Dazu passt, dass der Marketing-Profi im März Vertriebsleiter einer Werbeagentur wird.

"Hollywood war gestern, jetzt kommt Reutlingen", sagt er selbstbewusst und veranstaltet mit seinem Filmunternehmen nebenbei sogar Wohltätigkeitsveranstaltungen, wie das "Dinner 4 Aid" im April diesen Jahres im Reutlinger Restaurant Herrmanns. 1000 Euro kamen dabei für das Tierschutzzentrum in Pfullingen und die Bruderhaus-Diakonie zusammen.

Er selbst hat übrigens kein finanzielles Interesse an seiner Filmproduktion. Viel wichtiger ist es ihm, "Menschen für die Sache zu begeistern". Und noch einen Vorteil sieht er bei der Arbeit an so einem großen Projekt: "Es gibt wenige Möglichkeiten für junge Menschen so viele Einblicke zu bekommen."

Die Handlung von "Die Sch . . . und das Bieschd" übrigens scheint eine schräge, eindeutig zweideutige Komödie zu sein. Da geht es um das horizontale Gewerbe, und das Biest scheint während der Handlung schon mal bildlich gesprochen das Ufer zu wechseln.

Träume können Wirklichkeit werden, man muss nur den Mut haben, danach zu greifen", sagt Matthias Stadelmaier. Für ihn steht, auch nach dem Abschluss der anstrengenden Dreharbeiten fest: "Wir werden Wuschel-Films nicht sterben lassen." Demnächst ist auf der Internetseite www.wuschelfilms.de der Trailer zu "Die "Sch... und das Bieschd" zu sehen.


SPECS - Cityguide Ausgabe Januar 2008
1:32

Am 05.12.07 fanden auf Schloss Lichtenstein die Aufnahmen zu einigen der letzten Szenen des Wuschelfilms "Die Sch... und das Bieschd" statt. Um für besonders atmosphärische Stimmung zu sorgen, wurde sogar ein halbstündiges Feuerwerk abgebrannt. Ein ganz schöner Aufwand für später gerade mal 1:32 Minuten Film.

Vor rund drei Jahren wurde die in Walddorfhäslach ansässige Filmproduktionsfirma "WuschelFilms" anlässlich eines Geburtstagsvideos gegründet. Seit Oktober 2005 arbeitet das achtköpfige Team um Gründer Matthias Stadelmaier nun schon an ihrem Großprojekt "Die Sch... und das Bieschd", einer Parodie auf das allseits bekannte Volksmärchen aus Frankreich.

Heute, Ende 2007, ist der Film beinahe vollständig abgedreht. Mit den Dreharbeiten am Mittwoch, den 05.12.07 wurde nun noch die Rückverwandlung des Biestes in den Prinzen am, von Feuerwerkskörpern hell erleuchteten Schloss Lichtenstein, was übrigens Hauptdrehort der Nachwuchsfilmer war und auch schon unserem specs cityguide als "stilecht"- Fotoshooting Location diente, aufgezeichnet. Kinostart des regionalen Filmprojekts soll dann aller Voraussicht nach Frühjahr 2008 sein. "Wir möchten uns durch einen jetzt schon festgesetzten Starttermin nicht unter Druck setzen. Die sich an die Dreharbeiten nun anschließende Postproduktion hat es noch mal in sich und ist für das Endprodukt mitentscheidend", so Matthias Stadelmaier.

Wer sich jetzt schon einen Eindruck von "Die Sch... und das Bieschd" verschaffen will, dem empfehlen wir einen Besuch der WuschelFilms Homepage. Dort findet ihr Trailer, Bilder und jede Menge Informationen rund um die Märchenparodie und die Macher. Natürlich halten wir Euch auch weiterhin über den Stand der Dinge bei WuschelFilms auf dem Laufenden. (fs)


Prinz Stuttgart - Ausgabe Januar 2008
"Die Sch... und das Bieschd"
Low-Budget Film mit Herz und Humor

"Die Idee kam über Nacht", erinnert sich Projektleiter Matthias Stadelmaier an die Anfänge von "Die Sch... und das Bieschd": Ein Jahr wurde organisiert, dann nahm die schwäbische Persiflage auf den Disney-Klassiker "Die Schöne und das Biest" Gestalt an. Obwohl ausschließlich Amateure an dem ehrgeizigen Projekt arbeiten, konnte das sechsköpfige Team bereits einen Nachwuchswettbewerb der Filmzeitschrift "CINEMA" gewinnen - und auch deshalb mittlerweile rund 50 Partner ins Boot holen. Gedreht wird auf Schloss Lichtenstein, in der Burkhardtsmühle und im Reutlinger Maximilian, Premiere des abendfüllenden Streifens ist im Frühjahr 2008 in einem Metzinger Kino. Weitere Kinos in der Region haben bereits Interesse angemeldet.


Moritz Stadtmagazin - Ausgabe Januar 2008
Feurige Dreharbeiten

Junge Filmemacher aus der Region machten sich vor über einem Jahr auf, die Kinoleinwände zu erobern. Mit "Die Sch... und das Bieschd", so der Titel der Parodie auf den Disney-Klassiker, haben die Filmemacher rund Matthias Stadelmaier ein Großprojekt in Gang gebracht, das jetzt kurz vor dem Abschluss steht. Am 7. Dezember zündete die WuschelFilms-Crew über Schloss Lichtenstein, einer der Drehorte, ein spektakuläres Feuerwerk und schloss somit die drittletzte Szene des Filmprojekts ab, die Appetit auf den Filmstart macht.


Schwäbisches Tagblatt - 08.12.2007
Wie im Märchen thront der Lichtenstein über dem Tal.

Und ein Märchen könnte es für Matthias Stadelmaier werden, wenn seine Träume in Erfüllung gehen. Der 23-Jährige Walddorfhäslacher dreht mit sieben Assistenten eine Parodie auf "Die Schöne und das Biest", woran die Filmemacher von WuschelFilms seit einigen Monaten arbeiten. Eine Szene zeigt den von einem Feuerwerk erleuchteten Lichtenstein, gedreht am Mittwochabend. Im Frühjahr soll Premiere sein. Man habe auch schon einen Verleih an der Angel.


Reutlinger Generalanzeiger - 07.12.2007
Funken sprühende Schluss-Szene

Lichtenstein. Jetzt ist das "Bieschd" wieder ein Prinz, zumindest im Film. WuschelFilms drehte am Mittwochabend auf Schloss Lichtenstein die letzte Szene für ihren Film "Die Sch... und das Bieschd". Die 80-Minuten-Parodie des Klassikers soll voraussichtlich im Frühjahr im Metzinger Kino Luna erstmals der Öffentlichkeit gezeigt werden. Die Walddorfhäslacher Hobbyfilmer hoffen dabei auf einen ähnlichen Knallefekt wie am Mittwoch. Da setzten sie vor dem Schloss die Verwandlung des Biests spektakulär in Szene. Das rund sechs Minuten dauernde Feuerwerk sorgte rings um für Aufsehen. (us)


Reutlinger Nachrichten - 07.12.2007
Dreharbeiten / WuschelFilms ließ den Himmel über Schloss Lichtenstein leuchten
Ein Feuerwerk krönt das Ende der Märchenparodie

Ein Feuerwerk erhellte am Mittwochabend das Schloss Lichtenstein. Doch wer sich fragte, ob denn schon Silvester ist, konnte beruhigt sein. Drehte das Team von "WuschelFilms" doch einen Teil der Schlussszenen seiner Mundart-Märchenparodie "Die Sch... und das Bieschd". (Jan Zawadil)

Lichtenstein. Seit Monaten arbeiten die Filmemacher an ihrem Werk. Und immer ist der Lichtenstein Mittelpunkt des Geschehens. So auch am Mittwochabend, an dem sich das Team etwas besonderes hatte einfallen lassen. Wurde doch für eine der Finalszenen der wohl äußerst schwäbischen Parodie auf "Die Schöne und das Biest" ein Feuerwerk aus dem Graben des Märchenschlosses abgefeuert und tauchte den stockdunklen Albtrauf für rund eine halbe Stunde immer wieder in gleißendes Licht.

"Das sieht super aus" war denn auch von WuschelFilms-Regisseur Matthias Stadelmaier zu hören, der das Spektakel vom Tal aus verfolgte und letztlich zu dem Fazit kam: "Ich bin sehr zufrieden."
Doch nicht nur das. Zufrieden ist der 23-Jährige außerdem mit dem bisherigen Drehverlauf. Nur noch drei Szenen der Parodie, deren Ende mit einer wohlgehüteten Überraschung aufwartet, seien nämlich in den Kasten zu bringen. Und wenn alles glatt läuft, soll das noch vor Weihnachten geschehen. Wann der Film wirklich vollendet ist, da will sich der nebenberufliche Filmemacher und kaufmännische Auszubildende allerdings noch nicht festlegen. Wobei es mit einer Premiere sogar noch bis ins Frühjahr dauern könnte, will Matthias Stadelmaier dem Publikum doch einen guten Film bieten, weshalb am Ende nicht geschludert werden dürfe. Das Feuerwerk der Klasse 2 ist übrigens, wie fast alles bei dem Low-Budget-Filmprojekt, einem der mittlerweile 70 Sponsoren und Partnern zu verdanken.


Schwäbisches Tagblatt - 12.10.2007
Cineslam: Ein fauler Vogel fing den Schein
Filmstudent Jan Locher gewann beim Tübinger Cineslam im Arsenal den 200-Euro-Preis

Die Zuschauer des sechsten Tübinger Cineslam prämierten am Mittwoch im ausverkauften Kino Arsenal den besten Kurzfilm. Gewinner des Abends war der Filmstudent Jan Locher mit seinem Animationsfilm "Der Propellervogel", der auch schon auf der Berlinale zu sehen war.

Jungregisseur Matthias Stadelmaier will zeigen, dass man auch als Laie Filme machen kann. Zusammen mit Freunden hat er vor drei Jahren in Reutlingen das Projekt Wuschel-Films gegründet. Das sind junge Filmemacher, die ihr Hobby zum Beruf gemacht haben. Er war Ehrengast beim sechsten Tübinger Cineslam. Zu Beginn zeigte er den Trailer der Märchenparodie "Die Sch... und das Bieschd", die kürzlich den dritten Platz eines Nachwuchswettbewerbs der Film-Zeitschrift "Cinema" gewann. "Ein Film für die Region", wie er findet. Der Film wird in Spielfilmlänge demnächst in Kinos der Umgebung zu sehen sein.

Insgesamt neun Kurzfilme wurden an diesem Abend den gut gelaunten Zuschauern präsentiert. Anschließend wählte das Publikum den Gewinner.

"Dieser Film ist nichts für Pazifisten", so stellte der zehnjährige Publikumsliebling Luis Bertscheid seinen Alien Invasions Film "Smagma 34" vor, den er zusammen mit seinen Klassenkameraden in der vierten Klasse gedreht hat. Er war bereits zum zweiten Mal zu Gast. Unter den Filmen gab es auch eine verhinderte Dokumentation des verhinderten Tübinger Nazi-Aufmarsches. Statt der Nazi-Schläger, sah man minutenlang einen Schlagzeuger. Der Trickfilm "Baked Beans" handelt vom Jüngsten Gericht und gewann den dritten Platz. "Wladimir und Estragon" ist eine dem Theaterstück von Samuel Beckett "Warten auf Godot" nachempfundene Geschichte über Freundschaft. Zweiter wurde der Film "Jede deine Tat". Er handelt von einem Mann, der im Kaffeeautomaten lebt und arbeitet.

Schließlich gewann der knapp fünf Minuten lange Animationsfilm "Der Propellervogel" von Jan Locher. Der hochfliegenden Interpretation des Moderators entgegnete Locher souverän: "Es geht eigentlich nur um einen Vogel, der zu faul ist zum Fliegen" und erntete damit das Gelächter des Publikums. Die Machart des Filmes stand im Vordergrund, der Inhalt war eher zweitrangig. Der Jungregisseur beantwortete geduldig die Publikums-Fragen. Das Propeller-Geräusche sei aus einer Mischung von Milchschäumer- und Salatschleuder-Tönen entstanden.

Sein Film handelt von drei Spatzen, die zusammen musizieren möchten und ständig von einem größeren Vogel mit Propeller gestört werden. Das Werk läuft nun einen Monat als Vorfilm im Arsenal. "Eine gute Motivation für meine Diplomarbeit", so kommentiert der aus Tübingen stammende Filmstudent seinen Sieg. Von dem 200-Euro-Gutschein kaufe er sich jetzt endlich mal eine eigene Film-Kamera, meinte Locher, dessen Film schon bei mehreren Festivals gezeigt wurde. (jma)


Schwäbisches Tagblatt - 10.10.2007
Mit Wuschel: Neue Runde im Cineslam
Im Kino Arsenal gibt sich am Mittwochabend (10. Oktober 2007) wieder der regionale Kino-Underground die Ehre.

Beim sechsten und möglicherweise letzten Cineslam (Beginn: 20:00 Uhr) stellen sich Kurzfilme, die abseits des Mainstreams produziert wurden, dem kritischen Blick des Publikums - der Beste bekommt am Ende den goldenen Cowboyhut.

Spezial-Gast ist das Team der Reutlinger Wuschel-Films, deren Märchenparodie "Die Sch... und das Bieschd" jüngst bei einem Nachwuchswettbewerb der Zeitschrift "CINEMA" den dritten Platz errungen hat. Die besten Filme der fünf ersten Cineslams sollen demnächst auf DVD erscheinen.


SPECS - Cityguide Ausgabe Oktober 2007
WuschelFilms zu Gast beim Cineslam

Unsere engagierten Freunde von Wuschelfilms sind auf den 10.10. als special guest zum diesjährigen Cineslam, dem kleinen Kurzfilmfestival des Kinos Arsenal in Tübingen, eingeladen worden. Sie sollen als regionale Filmemacher von ihrem Weg und ihren bisherigen Erfolgen erzählen, um die Kollegen aus der Filmbranche anzuspornen. Eine gute Gelegenheit die Macher des ersten Reutlinger Kinofilms einmal persönlich zu treffen. (hs)


SPECS - Cityguide Ausgabe September 2007
SAG MAL ... MATTHIAS STADELMAIER (WUSCHELFILMS)

Was gibt's neues von der Sch... und dem Bieschd?

Unsere Dreharbeiten laufen gerade auf Hochtouren. Gerade jetzt im September drehen wir eine Sequenz, die in einem Sägewerk im Sieben-Mühlen-Tal bei Waldenbuch spielt. Dort werden sich an die 50 Laien-Schauspieler beteiligen und Ihren Talenten freien Lauf lassen.

Was haben wir da in der CINEMA über Dich gelesen?

Ja, wir haben Anfang dieses Jahres an einem deutschlandweiten Nachwuchs-Kontest der Filmzeitschrift CINEMA teilgenommen und den dritten Platz der Vorrunde belegt. Jetzt im September ist die Endausscheidung. (Mehr Infos auf www.cinema.de, die Red.) An dieser Stelle nochmal Dank an all meine WuschelFilms Jungs und meine Schauspieler: Ihr seid das beste Team, das man sich vorstellen kann.

Premiere: Wann ist es soweit und wo kann man den Film zum ersten Mal sehen?

Unser Ziel ist es, unseren Film ab Januar 2008 in die regionalen Kinos zu bringen. Jedoch muss ich dazu sagen, dass wir dieses Projekt ausschließlich in unserer Freizeit umsetzen. Deshalb wäre es durchaus möglich, dass sich die Premiere oder die öffentlichen Vorführungen noch ein bisschen nach hinten verschieben. Bezüglich des Erst-Aufführungsorts wird es jetzt im September Verhandlungen mit zwei Reutlinger Kinos geben. Mehr kann ich aber zum jetzigen Zeitpunkt leider noch nicht verraten.

Wie siehts aus mit einem ersten Sneak Peak?

Gerade sind wir in der Enbearbeitung eines Kinotrailers. Wir werden diesen Trailer in den Kinos einsetzen, in denen der Film später auch zu sehen sein wird. Man kann sich vorab aber auch auf unserer Homepage die Einleitung unseres Films anschauen und sehen, wohin der Weg führt.

wuschelfilms.de


Moritz Stadtmagazin - Ausgabe Juli 2007
Reutlinger Filmprojekt auf dem Vormarsch "Hollywood war gestern"

Fünf Hobbyfilmer aus Reutlingen und Umgebung erobern mit ihrer Parodie auf Disneys Klassiker "Die Schöne und das Biest" die Filmwelt. Was zunächst als ein Spaß unter Freunden aussah, schlägt jetzt weite Kreise und gewinnt nationale Filmpreise.

Nicht wenige haben sie anfangs belächelt, noch weniger haben an sie geglaubt. Doch was fünf filmbegeisterte Freunde aus der Region mit bescheidensten Mitteln vollbringen, lässt Kritiker verstummen und die Filmbranche interessiert aufhorchen. Gemeint ist das aktuelle "WuschelFilms" - Projekt "Die Sch... und das Bieschd" , eine Parodie auf den bekannten Disney-Klassiker.
Aller Anfang ist schwer, so auch für Matthias Stadelmaier, Gründer von "WuschelFilms" und seine Crew. Die Zaghaften Versuche, talentierte Jungschauspieler für seine Mannschaft anzuwerben, sind allerdings längst Vergangenheit. Setzte sich die Crew am Anfang noch aus fünf Personen zusammen, so sind es heutzutage inzwischen 30 fachkundige Leute, die an dem Projekt arbeiten. Auch die Zahl derer, die die jungen Filmemacher unterstützen, ist von einem Förderer auf über 60 Partner angewachsen. Beweis genug, dass die "WuschelFilms" - Crew die richtigen Pfade beschreitet.

Das hat auch die Fachpresse erkannt. Von der Zeitschrift "Cinema" , dem führenden Print-Medium für den Bereich Film in Europa, wurde Anfang des Jahres der Nachwuchs-Filmwettbewerb "Deutschland sucht den nächsten Tarantino" ausgeschrieben. Kurzerhand hat sich Stadelmaier mit seiner "Die Schöne und das Biest" - Parodie beworben und wurde zu den drei hoffnungsvollsten Jungregisseuren Deutschlands gewählt. " Natürlich freue ich mich über die Auszeichnung, aber wir sind alle zusammen ein Super-Team" , sagt der 23jährige Filmemacher. Als nächstes folgt der europäische Vergleich.

Natürlich muss man das Filmprojekt, das unter anderem auch auf Schloss Lichtenstein gedreht wird, zum Underground zählen. Die Frage ist nur:"Wie lange noch?" Denn die Filmpremiere ist auf Januar 2008 avisiert. Das Reutlinger Kino Planie hat bereits die Ausstrahlung zugesichert. Doch auch das ist erst der Anfang und Stadelmaier denkt weiter. Denn eines ist für ihn klar: " Hollywood war gestern!"


Alexander Steinle

Moritz Online-Stadtmagazin - Juni 2007
Scheckübergabe
WuschelFilms spendet durch sein "Dinner4AID" 1.000 Euro

"Was für Menschen wären wir, wenn wir nicht versuchen würden anderen zu helfen?!" Diese Aussage haben die sechs Jungs (Christian Mayer, Guntram Ammon, Wolf Dieter Heinritz, Moritz Manthey, Sebastian Speidel und Matthias Stadelmaier) der jungen Reutlinger Filmproduktionsfirma "WuschelFilms" auch gestellt und veranstalteten im April das "Dinner 4AID" im Reutlinger Restaurant Herrmanns. Bei dieser Wohltätigkeitsaktion kam ein stolzer Betrag von 1.000 Euro für das BMT Tierschutzzentrum in Pfullingen und die Bruderhaus Diakonie SZ am Markwasen zusammen. Jetzt wurde der Scheck überreicht.
"Nicht nur Filmproduktionen, sondern auch der Einsatz für andere, gehören zu unserer Phylosophie," so Matthias Stadelmaier, der Projektleiter der jungen Filmgruppe. So ist auch die Idee zum Dinner4AID, bei dem jeder Gast nicht nur ein köstliches Essen und Drinks genießen, sondern durch seine Anwesenheit auch eine Spende leisten konnte, entstanden. Doch nicht nur WuschelFilms und seine Gäste, sondern auch andere Unternehmen aus der Region wie beispielsweise die Volksbank oder der Tierfachmarkt Fressnapf aus Reutlingen haben diesen Satz aufgegriffen und sich dem Spendenauftakt angeschlossen. "Wir danken all diesen Unternehmen, dem Restaurant Herrmanns und seiner ganzen Belegschaft und all unseren Gästen, die es möglich gemacht haben, diesen Spendenauftakt so erfolgreich ins Rollen zu bringen", so Stadelmaier. Weitere Hilfsprojekte sind in Planung.


Reutlinger Nachrichten - 28. Juni 2007
SPENDE / WuschelFilms spenden dem Tierschutzzentrum und der Bruderhaus Diakonie
Ein "Dinner" für einen guten Zweck

Reutlingen. "Was für Menschen wären wir, wenn wir nicht versuchen würden, anderen zu helfen?!" Diese Aussage haben die sechs Jungs von "WuschelFilms" Christian Mayer, Guntram Ammon, Wolf Dieter Heinritz, Moritz Manthey, Sebastian Speidel und Matthias Stadelmaier, auch vor ihr " Dinner4AID" im Restaurant Herrmanns in Reutlingen gestellt und können nun dem BMT Tierschutzzentrum in Pfullingen und der Bruderhaus Diakonie den Betrag von 1.000 Euro spenden. "Nicht nur Filmproduktionen, sondern auch der Einsatz für andere gehören zu unserer Philosophie" , so Matthias Stadelmaier, Projektleiter der jungen Filmgruppe. Daher auch das "Dinner" , bei dem jeder Gast nicht nur köstliches Essen und Drinks genießen, sondern durch seine Anwesenheit auch eine Spende leisten konnte.
Auch die Volksbank und der Tierfachmarkt Fressnapf aus Reutlingen haben sich dem Spendenauftakt angeschlossen. WuschelFilms kündigt nach dieser Aktion weitere Hilfsprojekte an.


Reutlinger General Anzeiger - 20. Juni 2007
"WuschelFilms" Reutlingen
1.000 Euro für Mensch und Tier
"Was für Menschen wären wir, wenn wir nicht versuchen würden, anderen zu helfen?!" Diese Aussage haben die sechs Jungs von "WuschelFilms" Christian Mayer, Guntram Ammon, Wolf Dieter Heinritz, Moritz Manthey, Sebastian Speidel und Matthias Stadelmaier, auch vor ihr "Dinner4AID" im Restaurant Herrmanns in Reutlingen gestellt und können nun dem BMT Tierschutzzentrum in Pfullingen sowie dem Seniorenzentrum am Markwasen eintausend Euro übergeben.

"Nicht nur Filmproduktionen, sondern auch der Einsatz für andere gehören zu unserer Philosophie" , so Matthias Stadelmaier, Projektleiter der jungen Filmgruppe. Daher auch das "Dinner4AID". Weitere Hilfsprojekte werden folgen versichert das Team. (eg)

Cinema - Ausgabe Juni 2007
Leser machen Kino
Auch die dritte Runde unseres seit Oktober 2006 laufenden Wettbewerbs für kreative Jungfilmer wartete wieder mit einer großen Bandbreite an heimproduzierten Kurzfilmen auf. Aus der Fülle von 50 eingegangenen Beiträgen hat eine CINEMA-Jury die folgenden drei Gewinner ausgewählt:
3. Platz:
DIE SCH... UND DAS BIESCHD von Matthias Stadelmaier - Im Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Beitrag "Stille Nacht" konnte sich die beeindruckend gefilmte Märchen-Persiflage dank des skurrileren Grundtons bei der CINEMA-Jury durchsetzen. (Preis: CINEMA-DVD-Box "50er Jahre Edition"; Wert: Euro 79,90)

Reutlinger General Anzeiger - 2. Juni 2007
"Die Sch... und das Bieschd" gefiel
WALDDORFHÄSLACH
Erfolg für Matthias Stadelmaier und seine Crew: "Die Sch... und das Bieschd" gefiel den Juroren. Die Experten der Filmzeitschrift "CINEMA" wählten die schräge Märchenpersiflage des Walddorfhäslachers im Wettbewerb für kreative Jungfilmer auf den dritten Platz. Damit hat der Wuschel-Film den Sprung ins Finale geschafft, das im August über die Bühne geht. (GEA)

SPECS - Cityguide Ausgabe Juni 2007
Vom Geburtstagsvideo zum Kinofilm - Hollywood im Schwabenland!
Am Anfang war das Bild& das laufende Bild eines Geburtstagsvideos. Nichts besonderes, sollte man meinen, aber für Matthias Stadelmaier und seine Freunde war das der Anfang einer Karriere zum Low-Budget-Filmer. Neben dem eigenen Beruf arbeitet das Team der im November 2005 gegründeten Reutlinger Produktionsfirma WuschelFilms (benannt nach Stadelmaiers Kaninchen) gerade an ihrem ersten richtigen Kinofilm, der immerhin ein Budget von 75.000 EUR hat. Ganz schön viel Holz, bedenkt man, dass das Projekt zu 100% durch Sponsoren finanziert wird. "Die SCh... und das Bieschd" lautet der Titel und wie man sich denken kann, wird der Disney-Klassiker ? Die Schöne und das Biest? trotz großer Achtung vor dem Original mächtig parodiert. Drehorte sind Schloss Lichtenstein, das Reutlinger "Maximilian" , die Waldenbucher "Burkhardtsmühle" und ein Tübinger Waldstück, die Hauptrollen sind besetzt mit Laien-, Hobby- und Freizeitschauspielern, die Ende August bei einem Casting im Kinocenter Planie gefunden wurden. Bis zur Premiere im Winter 2007/2008, die in einem Reutlinger Kino stattfinden soll, stehen jetzt auf jeden Fall noch ein Haufen Arbeit und mehrere Drehtage auf dem Plan, über die wir euch aber ab sofort auf dem Laufenden halten werden.

Moritz Magazin - Ausgabe April 2007
Dinner4AID - Kulinarische Hilfe
Initiiert von den Reutlinger Filmemachern WuschelFilms, findet am 29. April im Restaurant Herrmanns ein Benefiz-Gala-Dinner statt. Neben einem köstlichen Menü, gibt das Reutlinger Gesangstalent Janike Knies einige Songs zum Besten und die WuschelFilms-Crew zeigt Live-Einlagen aus dem aktuell in Produktion befindlichen Film "Die Sch... und das Bieschd". Der gesamte Erlös der Veranstaltung kommt dem BMT Tierschutzzentrum und der Bruderhaus Diakonie in Reutlingen zu Gute. (ast)

Reutlinger Nachrichten, 22.02.2007
FILM / "Wuschelfilms" dreht einen Nachmittag lang auf Schloss Lichtenstein
Der flehentliche Ruf der verzauberten Nagelfeile

Premiere der Märchenparodie "Die Ess Zeh Hah und das Bieschd" voraussichtlich Ende des Jahres in regionalem Kino

Die Tür zum Rittersaal öffnet sich knarrend. Ein Mann torkelt herein, stürzt beinahe zu Boden, lallt "halloo?" Ganz überzeugend - aber noch lange nicht überzeugend genug für Regisseur Matthias Stadelmaier. Also noch mal von vorn: Die Tür zum Rittersaal öffnet sich knarrend. . .
CORDULA EVE WALLEIT

SCHLOSS LICHTENSTEIN

Während Moritz Manthey, der Darsteller des Vaters der "Bäll" in der Märchenparodie "Die Ess Zeh Hah und das Bieschd" zum zehnten Mal angetrunken ins Schloss torkelt und "halloo?" lallt, überziehen sich Tamara Leitenbergers Oberschenkel langsam, aber sicher mit einer handfesten Gänsehaut. Die 17-Jährige spielt die "Madame Nagelefeili", und irgendwann in den nächsten Stunden wird "Bälls" Vater sie erblicken und feststellen müssen, dass er in einem verzauberten Schloss gelandet ist. Aber bis dahin hat Tamara, die drehbuchgemäß mit einer kunstvoll gebastelten Nagelfeile, einem Body, halterlosen Strümpfen und High Heels bekleidet ist, noch genug Gelegenheit festzustellen, dass es im Schloss deutlich kälter ist als draußen.

Matthias Stadelmaier friert nicht. Der 21-Jährige zeichnet nicht nur fürs Drehbuch verantwortlich, er führt auch Regie und hat überdies die Rolle des "Bieschds" übernommen. Ins Bieschd verwandelt er sich später auch noch, aber jetzt führt er erst einmal vor, wie er sich die Ankunft im Schloss vorgestellt hat, und wacht anschließend mit Argusaugen darüber, ob die Kamera, eine äußerst kostspielige und professionelle "GYHD 110", auch jede der Bewegungen aufzeichnet, die Moritz Manthey viele Male wiederholt.

"Das war schon ganz gut, aber" ist heute der erklärte Lieblingssatz Stadelmaiers, der "Wuschelfilms" vor drei Jahren ins Leben gerufen und inzwischen schon so viele Menschen von seinen Ideen überzeugt hat, dass er auf die Unterstützung von gut 60 Sponsoren aus der Region zurückgreifen kann. Und auch bei der Wahl seiner Drehorte ist Stadelmaier auf offene Ohren und Türen gestoßen: Wenn Fernsehsender und Produktionsfirmen auf Schloss Lichtenstein drehen wollen, kann das schon mal ganz schön ins Geld gehen - "aber der Herzog war recht angetan von unserem Projekt", freut sich der 21-Jährige. Mehr will er lieber nicht verraten. "Die Ess Zeh Hah und das Bieschd" ist eine Low-Budget-Produktion: Das fünfköpfige Drehteam, das Stadelmaier um sich geschart hat, opfert hier ebenso seine Freizeit wie die drei Darsteller, die diesen Drehtag bestreiten. Die meisten der Darsteller haben im vergangenen Jahr an einem "Casting" mit dem viel sagenden Titel "Reutlingen sucht den Wuschelstar" teilgenommen. Tamara Leitenberger auch: Dass die Schülerin jede Menge Theater-AG-Erfahrung mitbringt, macht sich beim Dreh im Schloss schnell bezahlt. Ihr verführerisches "Komm", der flehentliche Ruf der verzauberten Nagelfeile, klingt schon nach wenigen Anläufen verblüffend professionell. Ein bisschen aufgeregt ist Tamara trotzdem: "Weil so viele Leute dabei sind." Derweil bereitet das "Wuschelfilms"-Team Cornelius Raichle auf seinen Einsatz vor der Kamera vor. Das ist gar nicht so einfach, denn Cornelius spielt den "Mr. Föhn" - und genauso sieht er auch aus. Sein Kostüm besteht im Wesentlichen aus einem überdimensionalen goldenen Haartrockner, der kaum eine Bewegung ermöglicht. Trotzdem gelingt die Szene, in der sich "Madame Nagelefeili" und "Mr. Föhn" übers Treppengeländer beugen, um nachzusehen, welcher Eindringling da gerade ins Reich der verzauberten Haushaltsgeräte gestolpert ist, auf Anhieb.

"Das sieht einfach toll aus", jubelt Projektleiter Stadelmaier. Auch die Art, wie Tamara die Treppe hinunterstöckelt, gefällt ihm, nur: "Du bist zwar eine arrogante Zicke, und das sollst du auch sein, aber ein bisschen vorsichtiger solltest du schon gehen." Um das zu üben, hat sie ja noch ein bisschen Zeit. Auch wenn sich so langsam die Nacht übers Schloss senkt: "Das gibt ein schönes diffuses Licht, das perfekt zu der Zeit passt, in der die Geschichte spielt",sagt Stadelmaier.

Ingesamt zehn Drehtage hat das Team auf dem Schloss eingeplant, anschließend wird im Reutlinger "Maximilian", in der Waldenbucher "Burkhardtsmühle" und in einem Tübinger Waldstück gedreht. Die Premiere soll Ende 2007 in einem Kino in der Region gefeiert werden.


Reutlinger General Anzeiger, 22.02.2007

Film - »Die Sch... und das Bieschd« - Dritter Drehtag auf Schloss Lichtenstein erstmals mit gecasteten Schauspielern
Bei eisigen Temperaturen im Schloss
VON MAGDALENA KABLAOUI

LICHTENSTEIN. Als Schauspielerin muss man schon mal die Zähne zusammenbeißen, und das nicht nur im übertragenen Sinn. Das musste die 17-jährige Tamara Leitenberger am Samstag beim Dreh auf Schloss Lichtenstein erfahren. Draußen schien die Sonne, doch in der düsteren Schloss-Schenke und im Rittersaal herrschten eisige Temperaturen. Und Tamara spielte tapfer in kurzen Hosen und Seidenstrümpfen die Madame Nagelefeili, die Bälls Vater mit verführerischen Rufen ins Schloss des Bieschds lockt.

Dritter Drehtag im Schloss (von links): Wolf-Dieter Heinritz, Christian Mayer, Sebastian Speidel, Cornelius Raichle (als Mr. Föhn), Moritz Manthey (als Bälls Vater), Tamara Leitenberger (als Madame Nagelefeili), Matthias Stadelmaier. Foto: Kablaoui

Kenner der lokalen Filmszene wissen: Dabei kann es sich nur um »Die Sch... und das Bieschd« handeln, eine Komödie frei nach dem preisgekrönten Disney-Zeichentrickfilm. Produziert von »Wuschelfilms«, einem Team von sechs Hobby-Filmemachern, die seit fast drei Jahren den 90-minütigen Spielfilm mit dem schrägen Humor (die verruchte Bäll trifft auf das tuntige Bieschd) und der schwäbischen Verballhornung der französischen Namen planen und nun mitten in den Dreharbeiten stecken.

»In dem Schloss herrscht ein Megaflair«

Und im Gegensatz zu den ersten Dreharbeiten im Freien (der GEA berichtete im Rahmen der Aktion Zeitung macht Schule) ging's diesmal sehr konzentriert zur Sache. Immerhin hatte der Herzog von Urach persönlich einige Drehtage auf Schloss Lichtenstein ge-stattet und war, so der Regisseur der Low-Budget-Produktion, Matthias Stadelmaier, den Jungfilmern dabei »entgegengekommen«.

»Ein Megaflair«, schwärmte Stadelmaier dann auch vom derzeitigen Drehort. Für den 22-jährigen Vertriebsassistenten aus Walddorfhäslach, der auch das Drehbuch schrieb, war gleich klar, dass seine Geschichte auf Schloss Lichtenstein spielen sollte. Es werde aber außerdem noch im Reutlinger Restaurant Maximilian gedreht, in der Burckhardtsmühle und in einem Waldstück bei Tübingen.

Auch wenn auf Schloss Lichtenstein jeweils erst am späten Nachmittag ge-dreht

werden kann, wenn die letzte Führung vorbei ist: Für die an diesem Tag gedrehte Szene war das Dämmerlicht geradezu ideal. Denn Bälls Vater, von Moritz Manthey als torkelnder Alkoholiker dargestellt, zögert zunächst, in das dunkle Schlossinnere hineinzugehen, folgt aber dann dem lockenden Ruf der Madame Nagelefeili und dem Föhngeräusch.

»O.K., das war gut, aber...«

»O.K., das war gut, aberÉ« - Unzählige Male hören die Schauspieler an diesem Nachmittag den Satz von Matthias Stadelmaier, der Regieanweisungen gibt und nach den Drehtagen den Film selbst schneidet. Fünf, sechs Mal wird eine Einstellung wiederholt, bis Stadelmaier zufrieden ist und auch seine Freunde, Kameramann und Regieassistent Guntram Ammon, die Assistenten der Projektleitung Christian Mayer, Sebastian Speidel und Wolf-Dieter Heinritz sowie Schauspieler und Regieassistent Moritz Manthey nichts mehr einzuwenden haben. Mal stimmt der Bildausschnitt nicht und Schauspieler Manthey muss etwas in die Knie gehen, mal schwenkt die Kamera zu weit oder es hallt der Ruf von Madame Nagelefeili zu wenig nach.

Besonders schwer hat's deren Darstellerin Tamara Leitenberger, die zwar als »arrogante Zicke« daherkommen soll, aber auch »fragwürdig« erscheinen soll. Doch nach wenigen Wiederholungen ist Stadelmaier auch damit hochzufrieden. Einfacher ist es in der heutigen Szene für den 15-jährigen Cornelius Raichle, der als Mister Föhn mit starrer Mimik sein golden geschminktes Gesicht aus der Föhnattrappe hält.

Trotz aller Konzentration: In den Pau-sen geht's locker zu. Nur Tamara, die sich in ihrem Trainingsanzug aufwärmt, gesteht, dass sie schon recht nervös sei. Bisher habe sie nur in der Theater-AG ihrer Schule gespielt. Auf die Frage nach der Kälte antwortet sie aber ganz professionell: »Das hält man gerne aus.«

Nach anderthalb Stunden ist die Hälfte der Sequenzen »im Kasten«. Zeit für Regisseur Stadelmaier, sich umzuziehen für die Rolle des Bieschds, das im zweiten Teil der fünften Szene erstmals Bälls Vater gegenübertritt.

Fertig werden soll der Film Ende des Jahres und anschließend in Kinos der Region gezeigt werden. Einen Vorge-schmack auf die Komödie gibt's im Internet. (GEA)


Cinema, Dezember 2006
Eine Gruppe wackerer Schwaben werkelt an ihrem ersten Kinoprojekt

Alles begann vor etwa zwei Jahren mit der Fertigstellung eines Geburtstagsvideos. Von der Begeisterung des Publikums angesteckt, entschlossen sich der 22-jährige Auszubildende Matthias Stadelmaier und drei seiner Jugendfreunde, aus ihrer Filmbegeisterung ein Hobby zu machen. Unter dem Banner ihrer im Kreis Reutlingen beheimateten Produktionsfirma WuschelFilms (benannt nach Stadelmaiers Zwergkaninchen) haben sie bislang rund 30 Kurz- und Werbefilme gedreht und sich so von blutigen Anfängern zu gestandenen Low-Budget-Filmern gemausert.

Seit November 2005 arbeitet das Freizeitkollektiv an seinem ersten Projekt in Spielfilmlänge. In der Disney-Parodie „Die Ess Zeh Ha und das Bieschd“ soll die allseits bekannte Mär von der Schönen und dem Biest humoristisch und in schwäbischer Mundart interpretiert werden. Aber alles mit großer Achtung vor dem Zeichentrick-Vorbild, schließlich bezeichnet sich Stadelmaier als „Mega-Disney-Fan“.

Ebenso seriös geht der Projektleiter bei der Suche nach Sponsoren vor. Getreu dem Motto „Fragen kostet nichts“ haben die Wuschelfilmer bereits 40 Unternehmen gewonnen, mit deren Finanz- und Sachhilfe die bei reiner Selbstfinanzierung etwa 75.000 Euro teure Produktion quasi kostenfrei realisiert werden kann. Im Gegenzug werden die Sponsoren zu der für Oktober 2007 geplanten Premiere nach Reutlingen eingeladen und auf der demnächst neu gestalteten WuschelFilms-Homepage präsentiert. Dort wollen Stadelmaier & Co. zukünftig auch anderen Hobbyfilmer-Projekten eine Plattform zur Selbstdarstellung bieten. Lobenswertes Engagement einer bemerkenswerten Truppe.


Reutlinger General Anzeiger, 13. Dezember 2006
Drehtag bei Wuschelfilms
Als wir am frühen Sonntag morgen auf das Schloss Lichtenstein fuhren, hatten wir noch keine großen Vorstellungen, was uns am heutigen Tag erwarten würde. Als wir dort ankamen, waren wir erst mal über das Alter des Regiesseurs und seines Teams sehr überrascht. Danach liefen wir in den Wald, der den heutigen Drehort darstellte. Da wir noch ziemlich früh dran waren, mussten wir erst einmal auf den Rest des Teams warten. Wir nützten die Wartezeit um mit den Schauspielern zu sprechen und informierten uns über den heutigen Ablauf. Als die Schauspieler dann angekommen waren, trafen sie die letzten Vorbereitungen, zogen ihre Kostüme an und machten sich fertig für den Dreh. Dann ging es los! Der Regisseur gab die Anweisungen und es hieß ACTION. Für die Laien-Schauspieler war es eine genau so neue Erfahrung wie für den Regisseur. Obwohl es erst der zweite Drehtag war , sah es schon sehr professionell aus und es ging zügig voran. Der Kameramann musste in einigen Szenen jedoch ausgewechselt werden, da er vor Lachen nicht weiterdrehen konnte. Mittlerweile waren auch einige schaulustige Wanderer zu uns gestoßen, die das Geschehen mit einem Grinsen beobachteten. Dann war der spannende Dreh auch schon vorüber. Wir gingen mit dem Team auf das Schloss, wo wir uns mit einem warmen Kaffee aufwärmten, da es einigen Schauspielern in ihren knappen Kostümen kalt geworden war. Dort konnten wir dann auch unsere Fragen an den Regisseur Matthias Stadelmaier stellen.

Am Ende des Drehtages waren wir positiv überrascht, was dieser Matthias Stadelmaier alles auf die Beine gestellt hat, um dieses aufwendige Projekt zu realisieren. Wir waren erstaunt, welches Engagement und welche Leistung bei diesem Drehtag gebracht wurde und wie es die Schauspieler in ihren luftigen Kostümen bei dieser Kälte aushielten. Selbst etwas peinliche und zweideutige Situationen, z.B. das Vorbeikommen von Wanderern und deren aufmerksame Blicke schienen ihnen kaum etwas aus zu machen. Alles in allem war es zwar ein etwas kühler, aber lustiger und interessanter Sonntag Vormittag.


Interview: Matthias Stadelmaier von "WuschelFilms"
Sein Job ist die Regie

Reutlingen. Matthias Stadelmaier führt bei "Wuschelfilms" Regie und ist Leiter des gesamten Projekts. Sein aktueller Film ist eine Parodie auf das Disney-Märchen "Die Schöne und das Biest". Im Anschluss an den Drehtag hat er mit drei Zms-lern über das Projekt gesprochen.

ZmS: Wie kamen sie auf den Namen “Wuschelfilms”?
Matthias Stadelmaier: Mein Zwergkaninchen heißt Wuschel und daher der Name “Wuschelfilms”.

ZmS: Wie hat sich Wuschelfilms gefunden?
Matthias Stadelmaier: Wuschelfilms besteht aus sechs Freunden. Vor knapp zwei Jahren entschlossen wir uns, unsere Freizeit der Produktion von Amateurfilmen zu widmen.

ZmS: Wie heißt ihr Projekt und worum geht es darin?
Matthias Stadelmaier: Unser Kinoprojekt trägt den Namen “Die S c h... und das Bieschd”, welches eine Parodie des allseits bekannten Disney-Märchens ist. Zur Story: Bäll ist eine verrruchte junge Frau, die eine Abwechslung zu ihrem öden Alltag sucht. Auf der Suche danach gerät sie mit ihrem etwas alkoholisierten Vater in die Hände des homosexuellen Bieschds, welches die beiden schließlich in seinem Schloss gefangen hält. Mit der Zeit werden das Bieschd und Bäll Freunde und genießen das Sein. Wäre da nicht Guschdon, der das Bieschd aus dem Weg schaffen will um Bälls Vorzüge zu seinen Gunsten zu nutzen. Doch schließlich kommt alles ganz anders!... "Leistung und Engagement - doch der Spaß steht bei uns an erster Stelle"

ZmS: Wann wird dieses Projekt voraussichtlich abgeschlossen sein und wo soll der Kinofilm dann schlußendlich vorgeführt werden?
Matthias Stadelmaier: Unser Ziel ist es, unseren Film bis Ende 2007 in den regionalen Kinos starten zu können. Jedoch muss man bedenken, dass wir alle Auszubildende oder berufstätig sind und dieses Projekt nur in unserer Freizeit machen. Unsere Ausbildung geht vor, aber wie schon gesagt versuchen wir die Produktion bis Ende 2007 abzuschließen. ZmS: Welche Aufgaben haben sie denn genau beim Film? Matthias Stadelmaier: Ich bin Projektleiter, bin also für dieses Projekt verantwortlich. Jedoch werde ich durch mein Team unterstützt wo es nur geht. Zusätzlich stelle ich im Film das "Bieschd" dar.

ZmS: Wie finanzieren sie diesen Film?
Matthias Stadelmaier: Wir haben mittlerweile knapp 50 Partner in unser Projekt eingebunden, die uns durch Finanz- oder hauptsächlich Sachleistungen unterstützen. ZmS: Gibt es weitere Projekte? Matthias Stadelmaier: Nein, denn im Moment investieren wir unser ganzes Engagement in unser aktuelles Projekt "Die S c h ... und das Bieschd"

ZmS: Was erwarten sie sich von diesem Projekt?
Matthias Stadelmaier: Dass es vielen Leuten gefällt!

ZmS: Was erwarten sie sich von den Darstellern?
Matthias Stadelmaier: Ich erwarte eine gute Leistung und Engagement. Doch der Spaß steht bei uns an erster Stelle!

ZmS: Warum wollten sie keine professionellen Schauspieler?
Matthias Stadelmaier: Ich wollte jedem die Möglichkeit geben, in einem Spielfilm mit zu spielen. Durch unser Casting haben wir auch sehr talentierte und engagierte Laien-Schauspieler gefunden, die unser Projekt tatkräftig unterstützen und sich auch schon bald in ihren jeweiligen Rollen am Drehort wiederfinden werden.

(aus dem Reutlinger Generalanzeiger, 13. Dezember 2006 )

Reutlinger General Anzeiger, Freitag 12. Mai 2006
Wuschelstars gesucht (von Irmgard Walderich)

Ein Mega Spaß wird es werden, da ist sich Matthias Stadelmaier sicher. Das Drehbuch ist geschrieben, Kostüme und digitale Kamera sind organisiert. Im Herbst soll mit Dreharbeiten auf Schloss Lichtenstein begonnen werden. Inhalt des Films: Eine Parodie des Disney Märchens "Die Schöne und das Biest". Was fehlt sind Darsteller.
"Andere spielen Fußball, wir machen Filme". Die Regisseure sind 22 Jahre jung, kommen aus Walddorfhäslach, Pliezhausen, Gniebel und Rommelsbach und stecken in verschiedenen Ausbildungen. Vor zwei Jahren haben sie damit begonnen zu filmen. Im privaten Bereich. Das hat den Jungs soviel Spaß gemacht, dass weitere Kurzfilme folgten. Größtes bisheriges Projekt: ein Psycho-Thriller, der im Metzinger Kino Luna gezeigt wurde. Zwar nur ein mal und nicht öffentlich, aber immerhin.

Das Filmen haben Sie sich selbst beigebracht: "Da setzt man sich mal fünf Tage davor, dann bekommt man das schon irgendwie raus", beschreibt Stadelmaier seine Erfahrungen mit den Schnittprogrammen.
Sie sind engagiert, aber auch realistisch. Hochfliegende Träume als zukünftige Stars in der Filmbranche haben Sie nicht. Die kleine Hoffnung, Ihr Film möge in den Kinos in der Region gezeigt werden, treibt Sie allerdings schon um.

Ohne Darsteller kein Film. "Reutlingen sucht den WuschelStar" ist nun das nächste Projekt. Jeder zwischen 15 bis 21 Jahren kann sich bewerben. Entsprechende Plakate sollen in den nächsten Wochen an sieben Schulen im Landkreis verteilt werden. Im Sommer soll es eine Casting-Show im Kino Planie geben. Auch das verspricht ein großer Spaß zu werden. Die Bezeichnung "Wuschelstar" stammt übrigens von "WuschelFilms" So nennen die Nachwuchs-Regisseure Ihr Projekt. Frei nach dem Zwergkaninchen Wuschel von Matthias Stadelmaier, das sich nun auch als verfremdetes Logo auf der Homepage wiederfindet. Anfang dieses Jahres haben Sie den Namen patentieren lassen. (GEA)


Reutlinger Nachrichten, 13. Mai 2006
Kino / Casting geplant für eine Parodie auf "Die Schöne und das Biest"

Vier Hobbyfilmer suchen den Wuschelstar

Der Traum vom eigenen Kinofilm: Vier junge Männer aus der Region planen eine Parodie des Disneymärchens "Die Schöne und das Biest". Im Herbst starten die Dreharbeiten - auch auf Schloss Lichtenstein. Zuvor läuft noch die Aktion "Reutlingen sucht den Wuschelstar". Region: Ein "Riesenspaß" wird es werden, da sind sich Matthias Stadelmaier und seine drei Mitstreiter Moritz Manthey, Sebastian Speidel und Guntram Ammon einig. Denn die vier 22-jährigen aus Walddorfhäslach, Pliezhausen, Reutlingen und Dörnach bereiten zurzeit Ihr Filmprojekt vor, eine Parodie auf "Die Schöne und das Biest".
Begonnen hat die Karierre der vier jung-Filmemacher vor zwei Jahren, damals haben Sie über einen ihrer Väter einen Kurzfilm gedreht, in dem dieser so richtig auf die Schippe genommen wurde. "Und die Reaktionen darauf waren sehr positiv", berichtet Stadelmaier, was die vier dazu veranlasst hat, weitere Filme dieser Art zu produzieren. 15 an der Zahl sind es geworden, autodidaktisch haben sich die vier ihrem neuen Hobby genähert, mit Schnittprogrammen experimentiert. 2005 wagten Sie sich dann sogar an einen längeren Psycho-Thriller. "K(ill)", so der Titel des Streifens, wurde sogar im Metzinger Kino Luna aufgeführt, zwar war es eine "einmalige Uraufführung", so Stadelmaier "aber trotzdem ein Traum".

Low budget

Danach haben die Hobbyfilmer ihre eigene Firma, "WuschelFilms" gegründet - Namensgeber war Stadelmaiers Hase "Wuschel". Jetzt gehen Sie ihr neues Projekt an. Das Drehbuch zu der Parodie von "Die Schöne und das Biest" steht schon, ebenso wie einige Drehorte, unter anderem wird der Film auf Schloss Lichtenstein spielen, die Erlaubnis der Verantwortlichen und Eigentümer liegt schon vor.
Was derzeit aber noch fehlt, sind einige Schauspieler. Und um hier die Besten zu finden, wird im August im Reutlinger Planie Kinocenter ein Casting durchgeführt. 15 bis 21 jährige Möchtegern-Darsteller aus der Region sind eingeladen sich zu bewerben. Ausschreibungen werden demnächst an sieben Schulen im Landkreis durchgeführt, aber auch andere Interessenten können sich per Internet (www.wuschelfilms.de) an der Aktion "Reutlingen sucht den Wuschelstar" beteiligen.
"Andere spielen Fußball, wir drehen eben Filme", erklärt Stadelmaier. Größere Hoffnungen jedoch verbieten sich die vier derzeit noch, "wir sind realistisch und stehen mit beiden Beinen auf dem Boden", sagt Stadelmaier lachend. Schlagworte wie Hollywood-Karriere sind für Sie kein Thema. Als reine Liebhaberei und pures Hobby sehen Sie den Dreh., im Vordergrund steht für Sie alle ihre Ausbildung, das Filmprojekt läuft nebenbei in der Freizeit.
Dennoch: Das der Film vielleicht in einigen regionalen Kinos, wie dem Luna, laufen könnte, diese Hoffnung hegen Sie schon. Besonders froh sind Sie darum auch, dass sie für ihre Low-Budget-Produktion eine Vielzahl von Gönnern gefunden haben, die Sie unterstützen.


Moritz Stadtmagazin - Ausgabe Juli 2006
Filmprojekt junger Hobbyfilmer auf Schloss Lichtenstein: Wuschelstar gesucht!

Vier "stinknormale Jungs von Nebenan" suchen in Reutlingen den "Wuschelstar" und sind kurz davor sich mit der Disney-Parodie "Die Sch... und das Bieschd" ihren größten Jugendtraum zu verwirklichen.
Als die vier Jugendfreunde Matthias Stadelmaier, Moritz Manthey, Sebastian Speidel und Guntram Ammon vor etwas zwei Jahren durch den Dreh eines Geburtstagsvideos ihre Leidenschaft für das Filmemachen entdeckten, wagte wohl noch keiner der Jungfilmer auch nur einen Gedanken an einen eigenen Kinofilm zu verschwenden. Doch nach rund 30 Produktionen, einigen Kurz- und Werbefilmen und einer Filmpremiere im Reutlinger Luna erscheint diese Idee überhaupt nicht mehr so utopisch. Die Vorbereitungen für den ersten großen Kinofilm sind im vollen Gange.

Hinter dem pfiffigen Namen "Die Sch... und das Bieschd" verbirgt sich eine eine Parodie auf Disneys Kultmärchen und, wenn es nach Regisseur Matthias Stadelmaier geht, "einer der schönsten Filme aller Zeiten". Die Story sollte jedem bekannt sein. Auch wenn die vier Freunde keineswegs "die Charaktere kopieren wollen", so Stadelmaier geht es trotzdem um Liebe und Eifersucht. Neu ist jedoch die Darstellung des "Bieschd", das, wie der furchtlose Held "Guschdon", "vom anderen Ufer", mit anderen Worten homosexuell ist. "Wir wollen damit niemanden zu nahe treten, für uns ist das alles nur ein Riesenspaß", sagt der Hobbyfilmer.

Nach beinahe acht Monaten der Vorbereitung sind inzwischen einige Sponsoren für die Low-Budget-Produktion gefunden, "Wuschelfilms", die Produktionsfirma der vier, angemeldet, die meisten Drehgenehmigungen, auch auf Schloss Lichtenstein, dem Zuhause des "Bieschd" eingeholt und das Drehbuch grob skizziert. Was fehlt sind Schauspieler. Aus diesem Grund haben Matthias Stadelmaier und seine Mitstreiter für ende August ein großes Casting-Event im Reutlinger Kinocenter Planie geplant und suchen unter dem Motto "Reutlingen sucht den Wuschelstar" nach interessierten jungen Akteuren für Ihren ersten Kinofilm. "Wir wollen damit jungen Leuten die Möglichkeit bieten, einmal etwas anderes zu machen", erklärt Stadelmaier. Die Bewerbungsphase läuft bis ende Juli. Außerdem ist für kommenden Herbst ein Musikfestival in Planung, um die passende Nachwuchsband für den Soundtrack zu finden. Wenn alles gut verläuft, dürfen sich die vier Hobbyfilmer und ihre Produktionsfirma "Wuschelfilms" benannt nach Stadelmaiers Hasen, berechtigte Hoffnungen machen, dass "Die Sch... und das Bieschd" den Weg in die Reutlinger Kinos findet.


Reutlinger General Anzeiger, 22. Juli 2006
Casting für den "Wuschelstar"

"Reutlingen sucht den Wuschelstar" hat der Walddorfhäslacher Matthias Stadelmaier sein Filmprojekt überschrieben. Für seinen Film "Die Sch... und das Bieschd" sucht er noch fünf Laien-Schauspieler. Am Samstag, den 26. August, macht Stadelmaier im Reutlinger Planie-Kinocenter ein Casting. Dabei werden bestimmt Rollen vorgespielt. Nach dem Vorspiel werden die Besten nominiert. Drehbeginn ist voraussichtlich das dritte Quartal dieses Jahres.

Zum Inhalt: Bäll ist eine veruchte junge Frau, die eine Abwechslung zu ihrem öden Alltag sucht. Auf der Suche danach gerät Sie zusammen mit Ihrem etwas alkoholisierten Vater in die Hände des homosexuellen Bieschds, das die beiden in seinem Schloss gefangen hält. Mit der Zeit werden das Bieschd und Bäll Freunde und genießen das Dasein. Wäre da nicht noch Guschdon, der das Bieschd aus dem Weg schaffen will, um Bälls Vorzüge zu seinen Gunsten zu nutzen. Doch schließlich verliebt er sich selbst in das Bieschd und verbringt mit Ihm seinen Lebensabend.


Reutlinger Nachrichten, 29. August 2006
Film / Gut 20 junge Menschen möchten Reutlingens "Wuschelstar" werden
Am Ende ist für fast alle noch eine Rolle drin

Als Sie den Liebesbrief findet, schmeißt Janina den untreuen Lover raus. Und punktet damit bei der Jury: Casting im Planie-Kinocenter.

Reutlingen. Dass Janina heute Morgen auf einer Bühne im Planie-Kinocenter stehen würde, hat Sie 24 Stunden vorher noch gar nicht gewusst:" Ich habe gestern Abend im Radio gehört, dass hier ein Casting stattfindet" erzählt die 18-jährige nervös, ehe es ernst wird. Ernst, das heißt in diesem Fall: Sie muss dem Freund, der sie dem Brief zufolge ganz offensichtlich betrogen hat, eine richtig schöne Szene machen - spontan, unvorbereitet und ohne Manuskript. Vor der Jury, deren Mitglieder jede ihrer Bewegungen unverwandt beobachten, aber vor einer beachtlichen Anzahl örtlicher Medienvertreter.
Und natürlich vor Ihrem "Freund": Der heißt Matthias Stadelmaier, ist Chef des noch jungen aber umso aufstrebenderen Unternehmens "Wuschelfilms" und zeichnet sich für die Aktion "Reutlingen sucht den Wuschelstar" verantwortlich, die an diesem Tag immerhin rund 20 junge Menschen zwischen 15 und 26 Jahren ins Kinocenter gelockt hat. "Die Sch... und das Bieschd" soll der Film heiße, der in den kommenden zwölf Monaten an Drehorten in der Region entstehen wird.: "Eine Parodie des Disney-Märchens "Die Schöne und das Biest", erläutert Stadelmaier, der das "Bieschd" spielt.

Die meisten Hauptrollen sind bereits besetzt, die erfolgreichsten Casting-Teilnehmer des heutigen Tages sollen wahlweise "Mr. Föhn", "Madame Nagellefeili" oder die Zeitschrift verkörpern. Drei Rollen, 20 bewerber - am Ende hat die Jury einen schwierigen Job. Denn gleich beim allerersten Aspiranten des heutigen Tages steht schnell fest "Der muss unbedingt dabei sein". "Der", heißt Pattrick und ist im Hauptberuf für die Staumeldungen eines örtlichen Radiosenders zuständig. Dass er dadurch sehr schnell kurze Sätze runterrasseln kann, prädestiniert Ihn geradezu für die Rolle der Zeitschrift.

Zum Casting gekommen ist aber auch Katharina: Die hübsche Dunkelhaarige verfügt über langjährige Theater-AG Erfahrung. Und die zahlt sich dann auch prompt aus. Denn eigentlich wollte Stadelmaier die Rolle der "Bäll" ja selbst übernehmen. Doch nach längeren Beratungen und einem "Recall", einem erneuten Vorsprechen vor der Jury, beschließen die Filmverantwortlichen: Die "Bäll", das kann nur Katharina sein. Überhaupt erweist sich das Drehbuch als überraschend flexibel. Denn Martin, der 26-jährige Student, passt zwar nicht in eine der ausgeschriebenen Rollen, hat dafür aber massig Erfahrung als Straßenmusiker. Und singen, das stellt die Jury nach einer angeforderten Extraeinlage fest, kann er tatsächlich richtig gut. Für den Film heißt das, dass darin nun ein "Troubadour" vorkommt.

Nagelneu im Skript sind jetzt auch zwei Küchengeräte. Denn Volker ist 23, Koch - und bei seiner Interpretation des guten Kumpels, der auf der Casting Bühne den von seiner Freundin verlassenen Matthias wieder aufbauen soll, gleich so überzeugend, dass Jury und Projektleiter auch Ihn unbedingt dabei haben wollen. Und wer weiß, vielleicht wird Volker ja sogar mal ein neuer Star am Fernsehkoch-Himmel? Küchengerät Nummer zwei ist Regine. Ihre Figur passt zwar nicht ganz zur "Madame Nagellefeili", Ihre urschwäbische Schwertgosch aber umso besser zur "Wuschelfilms" - Produktion. "Sprachkenntnisse " sind gefragt - davon, dass die künftigen Stars schwäbisch, sächsisch oder bayrisch beherrschen, überzeugt sich die Jury nach jeder Szene.
Die Jury

Am Ende ist für so ziemlich alle Casting-Teilnehmer eine Rolle drin: "Wir waren überrascht von der Qualität aller Bewerber", begründet Matthias Stadelmaier die gründliche Überarbeitung des Drehbuchs, " Wir hätten nie gedacht, dass so viel gute Leute kommen". Auf die kommt nun aber auch ein ganzer Haufen Arbeit zu: Voraussichtlich ab Ende September stehen nun ein gutes Jahr lang an jedem Wochenende Dreharbeiten auf dem Programm.

Reutlinger General Anzeiger, 31. August 2006
Casting - "Reutlingen sucht den Wuschelstar": Für eine Low-Budget Produktion waren Schauspieler gesucht

Es muss nicht immer Hollywood sein

Reutlingen. Leonardo DiCaprio in "Titanic" ersetzen, Reese Witherspoon in "Natürlich Blond": Es gibt viele Filmrollen, nach denen sich der schauspielambitionierte Teenager verzehren kann. Beim Casting "Reutlingen sucht den Wuschelstar" waren zunächst nur drei Rollen zu vergeben: Die einer Nagelfeile, eines Föhns und einer Zeitschrift.
Auch rief nicht Hollywood, sondern Walddorfhäslach, der Sitz von "WuschelFilms" und damit derzeit Epizentrum der hiesigen Filmbewegung.

Der Walddorfhäslacher Matthias Stadelmaier und seine Freunde möchten einen Low-Budget Film drehen, einen schrägen, abendfüllenden 90-Minüter mit dem verheißungsvollen Namen "Die Sch... und das Bieschd" (siehe Box). Am Wochenende stand das Casting für die noch nicht besetzten Rollen auf dem Programm. "Ich laufe nicht heulend raus, wenn ich nicht genommen werde". Um 09:00 Uhr in der Früh sitzen die Kandidaten im Planie-Kinocenter im Foyer um einen Tisch. Martin Brunner ist mit 26 der Älteste. Er studiert Philosophie in Tübingen und hat sich "aus Jux und Dollerei" beworben, als er angeschickert im Internet surfte. "Jetzt oder nie" hat sich die 19-jährige Katharina Wilhelm aus Mittelstadt gedacht, und "mit Dreißig mache ich´s nicht mehr."

Theatererfahrungen haben die meisten, wenn überhaupt, nur aus der Schule: Die 18-jährige Janina Kuß war im "Besuch der alten Dame" schon mal die alte Dame. der 15 Jahre alte Cornelius Raichle kann in seiner Schauspiel-Biografie immerhin eine Nebenrolle "als enttäuschter Ehemann, der die Eichhörnchen für sich entdeckt hat" aufweisen. "Ich laufe nicht heulend raus, wenn ich nicht genommen werde", betont Regine Becker. Doch bei genauerem Hinsehen zittern der 17-jährigen Uracherin die Hände.

Alle dürfen Sie danach im Kino 6 gut zehn Minuten auf die Bühne und mit Matthias Stadelmaier eine kurze Spielszene improvisieren. Alle schlagen sich tapfer. Auch die Jungs, deren schauspielerisches Talent weit mehr gefordert ist, weil auch Sie die - von Matthias - betrogene Partnerin mimen müssen.

Fast schon Theatersport-reif, was die jungen Leute auf der Bühne bringen. Regine haut Matthias breit-schwäbische Schlagfertigkeit um die Ohren. Katharina herzschmerzt so überzeugend, dass Ihr am Schluss selbst die Tränen laufen. Mit Sätzen wie "hat Sie nen geileren Hintern wie ich?" schreit Temperamentsbündel Janina Ihr Gegenüber in die äußerste Ecke der Bühne. Kurz: Die Jury - allesamt Stadelmaier Freunde und Bekannte - hat´s nicht leicht. Dieter Bohlen ist zum Glück nicht dabei. Deshalb gibt´s statt fieser Phrasen echtes Bemühen, die ganz unterschiedlichen Talente der Kandidaten gegeneinander abzuwägen. Christian Mayer, Wolf-Dieter Heinritz, Moritz Manthey, Marissa Nagel, und Werner Kiefer sind total überrascht über die Qualitäten der Aspiranten: "Wenn Talente dabei sind, darf man die nicht heimschicken", befindet Christian Mayer schon frühzeitig.
Ein dutzend Mal hat Matthias schließlich den notorischen Fremdgänger oder den vom Weltschmerz Angenagten gegeben, damit die Kandidaten nicht so allein auf der Bühne stehen. Im Anschluss lässt die Jury manche singen, sächseln oder schreien. Dann begeben sich die Juroren unter Ausschluss der Presse in Klausur. Matthias resümiert zuvor verzweifelt: "Verdammt. Die waren alle toll." Unterdessen warten die Nachwuchstalente im Foyer und halten sich mit aufmunternden Sätzen wie "Ich bin voll stolz, dass ich das überhaupt gemacht habe" (Katharina) oder "wenn ich´s nicht kriege, habe ich halt nicht in die Rolle gepasst" (Regine) bei Laune. Um 14:00 Uhr dann die Verkündigung. Das Ergebnis ist zumindest für Hollywoodverhältnisse ungewöhnlich. "Wir haben das Drehbuch geändert", sagt Matthias. Alle zehn Kandidaten werden untergebracht. Und weil Katharina so ergreifend gelitten hat, bekommt Sie eine Hauptrolle, die eigentlich schon vergeben war: Matthias Stadelmaier, der Bäll und Bieschd geben wollte, tritt ihr die Bäll ab. Katharina ist im Glück, die anderen sind zufrieden. Die Juroren freuen sich über die Ausbeute: Haben sie doch an einem einzigen Tag immerhin zehn Reutlinger Wuschelstar entdeckt.

WUSCHELFILMS PROUDLY PRESENTS (Box) Das engagierte Spaßprojekt: "Die Sch... und das Bieschd"

Spaß steht bei den "Wuschelfilmern" im Vordergrund. Dennoch ist das Projekt "Die Sch... und das Bieschd" - eine ziemlich freie Interpretation des Klassikers "Die Schöne und das Biest" mehr als nur ein Feierabend - Gag für das Team um den Walddorfhäslacher Matthias Stadelmaier. "Das ist unser großer Traum. Da hängen wir unsere komplette Freizeit rein", sagt der Projektleiter, dessen Zwergkaninchen namensgebend für "WuschelFilms" war. Seit zwei Jahren machen die WuschelFilmer, die allesamt in Ausbildung sind oder bereits arbeiten, Wuschelfilme. Nun also das erste Groß-Projekt: 15 bis 20 Drehtage sind jeweils Sonntags angesetzt. Drehort ist unter anderem die Burg Lichtenstein. Spätestes im Oktober geht´s los. Gut 50.000 Euro sollen dabei in die Hand genommen werden. Damit der Film zumindest finanziell kein Abenteuer wird, haben die jungen Leute 23 Sponsoren aus der Region aufgetan haben, die Sie unterstützten. (igl)


Moritz Stadtmagazin Ausgabe September 2006
Reutlingen auf der Suche nach dem Wuschel-Star

Die Jury
"Reutlingen sucht den Wuschelstar" hieß es am Samstag, den 26. August in Planie Kinocenter. Siebzehn ambitionierte Schauspielerinnen und Schauspieler stellten sich dem kritischen Urteil der Jury, um eine der drei begehrten Sprechrollen im Film "Die Sch... und das Bieschd" zu erlangen. Obwohl die Bewerber mit fast lähmender Nervosität zu kämpfen hatten, erfüllten Sie die gestellten Aufgaben sehr leidenschaftlich und überzeugend. Als Gegenpart zu Projektleiter Matthias Stadelmaier gaben sie die betrogene Freundin oder versuchten den Fehler in ihrer "langjährigen" Beziehung zu finden. Ob die Jury letztlich die richtige Wahl getroffen hat, zeigt sich spätestens im August 2007, wenn die Dreharbeiten abgeschlossen sind.
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